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Ein Verein stellt sich vor

Im Sommer 1979 ließ die Werksleitung der Krupp Brüninghaus GmbH einen Tennisplatz auf ihrem Gelände wieder herrichten, der bereits vor dem 2. Weltkrieg bestand, 1959 bis 1967 von der TA der TG Westhofen aktiviert wurde, danach aber erneut verwilderte. Am 12.11.1979 einigten sich Geschäftsführung und Belegschaft über die zukünftige Nutzung des Platzes und es kam zur Gründung der Betriebssportgemeinschaft Krupp Brüninghaus. Vorsitzender der damals ca. 50 Mitglieder wurde Betriebsleiter Heinz Klötzer.

Im Herbst 1981 wurden die Vorbereitungen für einen 2. Platz getroffen, der dann im Frühjahr 1982 spielbereit war. Ein Jahr später wurde ein damals noch bewohntes Behelfsheim frei, dass im Jahre 1984 zu einem Tennisheim mit Sanitäranlagen, Thekenbereich und Terrasse mit Pergola ausgebaut wurde. Alle Arbeiten am Tennisheim und Außenplatz wurden - bis auf die Aschendecke - mit eigenen Mitteln von den Mitgliedern selbst erstellt. Nach 5 Jahren war diese erste Ausbauphase beendet und Heinz Klötzer übergab den Vorsitz an Horst Grunwald, der den Verein bis heute führt.

Aber leider ging die Entwicklung in diesem Tempo nicht weiter. Die nächsten fast 10 Jahre wurden geprägt durch den Existenzkampf des Vereins, der mehrfach vor dem Aus stand. Gerade in dieser Zeit, als der Tennisboom einsetzte und andere Vereine Plätze und Hallen bauen konnten, wusste man bei der TSG nicht, ob das nächste Spieljahr noch bestritten werden konnte. Dadurch ist die Tennissportgemeinschaft ein kleiner Verein geblieben, was heute auch Vorteile hat.

Die Schwierigkeiten kamen zunächst durch den gravierenden Personalabbau des Werkes Krupp Brüninghaus. Dadurch sank die Mitgliederzahl stark ab. Um den Bestand des Vereins zu sichern, wurde die Flucht nach vorn angetreten und am 1.11.1985 die Betriebssportgemeinschaft in den gemeinnützigen Verein TSG Westhofen überführt, der jetzt für alle Tennisspieler offen war. Die erste Bewährungsprobe für den neuen Verein war die Hiobsbotschaft, dass das gesamte Gelände Werk Ost von Krupp Brüninghaus verkauft werden soll. Es gelang aber nicht, die Tennisanlage zu kaufen. Brüninghaus wollte das Gelände nicht aufteilen, sondern die gesamten 75.000 qm an einen einzigen Erwerber abgeben. Dieser Verkauf gelang dann zum 1.1.1987 an die Spedition Piso. Als mit Piso ein Pachtvertrag abgeschlossen war, wurde sofort die Baugenehmigung für einen 3. Platz beantragt. Als 1989 mit dem Bau begonnen werden sollte, eröffnete uns Piso, dass er ca. 25.000 qm seines Geländes inklusive unserer Anlage verkaufen will. Inzwischen überstieg aber der Quadratmeterpreis unsere finanziellen Möglichkeiten.

Helfen konnte in dieser Lage nur noch die Stadt Schwerte. Die Verhandlungen waren ein ständiges Auf und Ab und zogen sich bis 1993 hin. Dann endlich stand fest, dass die Sportanlage erhalten bleibt. Das Gelände wurde gekauft und an uns weiterverpachtet.

Jetzt konnte mit dem Bau eines 3. Platzes begonnen werden, was bei dem neuen Geländezuschnitt gar nicht so einfach war, weil erhebliche Erdbewegungen vorgenommen werden mussten. Aber 1994 war der 3. Platz fertig und das Gelände vollständig ausgenutzt.

Das nächste Ziel war die Erweiterung und Renovierung des Tennisheims. Inzwischen konnte der Pachtvertrag in einen Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Schwerte umgewandelt werden. Wegen der Zuteilung der öffentlichen Gelder musste der Baubeginn auf Ende 2000 verschoben werden. Zur Saisoneröffnung am 22.04.2001 aber war es so weit, der Sanitärtrakt konnte übernommen werden. Ein Jahr später wurde am 20.04.2002 das neue Tennisheim eingeweiht. Besonders stolz ist man bei der TSG, dass viele Mitglieder mitgeholfen haben und so die Kosten im Rahmen geblieben sind.

Das Jahr 2004 ist für die Tennissportgemeinschaft ein ganz besonderes. Zwei Großereignisse bestimmten den Jahresablauf. Da waren zunächst die 33. Schwerter Stadtmeisterschaften im Tennis, die erstmals von der TSG ausgerichtet wurden. Schönes Wetter, eine steigende Beteiligung und eine gute Organisation der Spiele, aber auch der Bewirtung der vielen Gäste machten die Stadtmeisterschaften 2004 zu einem vollen Erfolg.

Am 13. November feierte die Tennissportgemeinschaft ihr 25-jähriges Vereinsjubiläums. Unter großer Beteiligung der Mitglieder und zahlreichen Gästen wurden 10 der 14 Gründer, die noch im Verein sind, ausgezeichnet.

Im Jahr 2008 war die Tennissportgemeinschaft erneut Ausrichter der Schwerter Stadtmeisterschaften. Bei strahlendem Sonnenschein an jedem Spieltag wurde auch dieses Ereignis ein voller Erfolg für den Schwerter Tennissport.

Im Jahre 2009 wurde das 30-jährige Jubiläum festlich im Hotel-Restaurant SUNSHINE auf der Hohensyburg gefeiert. Den nächsten Höhepunkt brachte das Jahr 2012, wo wir zum dritten Mal die Schwerter Stadtmeisterschaften ausgerichtet haben. Wieder gab es herrliches Sommerwetter und somit die Voraussetzung, für eine gelungene Veranstaltung.

Das Jahr 2015 war zunächst geprägt durch den Wechsel an der Vereinsspitze. Horst Grunwald trat nach 31 Jahren als 1. Vorsitzender nicht mehr an und übergab Lutz Gmel und seinen Vorstandskollegen die Geschicke des Vereins. Horst Grunwald wird für die Tennisportgemeinschaft und das gesamte Schwerter Tennis eine unverwechselbare Persönlichkeit bleiben. Die gesamte Entwicklung des Vereins ist durch ihn wesentlich geprägt worden. Sein Engagement und sein Erfolg auch für den gesamten Tennissport in Schwerte werden für viele ein Vorbild in jeder Hinsicht sein. Für seine Verdienste wurde ihm vom Bürgermeister der Sportlerehrenteller der Stadt Schwerte verliehen. Zudem wurde er von den Mitgliedern zum Ehrenvorsitzenden der Tennissportgemeinschaft gewählt. Wir bedanken uns bei Horst Grunwald mit einem Turnier mit seinem Namen, dem „Horst-Grunwald-Open“, das jährlich zur Saisoneröffnung ausgetragen wird.

Neben dem Wechsel des 1. Vorsitzenden konnte im Jahr 2015 ein besonderer Schritt in Richtung Jugendarbeit unternommen werden. Es wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der Reichshofschule in Westhofen eingegangen. Durch die enge Zusammenarbeit sollen Kinder und der Tennissport frühzeitig verbunden werden.

Im Vorstand sind die beiden ersten Positionen mit Lutz Gmel als 1. und Lutz Thimm als 2. Vorsitzenden in den letzten 12 Monaten neu besetzt worden. Ansonsten ist der Vorstand in allen anderen Positionen schon viele Jahre im Amt.

Die Mitgliederentwicklung des Vereins ist auch in den letzten Jahren weiterhin stabil und sogar leicht ansteigend. Die Gründe sehen wir in einem aktiven Vereinsleben, das neben Meisterschaftsspielen auch interne Turniere und andere Freizeitaktivitäten bietet, weiterhin in der Unkompliziertheit und Gemütlichkeit unseres kleinen Vereins, in dem jedes Mitglied individuell gesehen wird. Vorstand und Mitglieder werden diese Philosophie immer weiterverfolgen und so fällt es relativ leicht, neue Mitglieder zu integrieren und ein aktives Vereinsleben zu praktizieren.

In 2016 freuen wir uns darauf, die Stadtmeisterschaften erneut auszurichten, und hoffen, dass wir viele Spieler und Zuschauer auf unserer Anlage begrüßen können. Wir werden alles tun, damit dieses Ereignis wieder ein Erfolg für alle wird.